In unserer Klilmapartnerstadt Saint Louis im Senegal startet demnächst eine Großoffensive für Begrünungsmaßnahmen in der Stadt. Möglich gemacht durch Unterstützung aus der Partnerschaft mit Rastatt. Klickt auf die Bilder und schaut in die Originaltexte und ein Video aus den örtlichen Nachrichten.
Wir appellieren an alle Ortsgruppen, an die Kinder- und Jugendgruppen und aktiven NaturFreund:innen:
Lasst uns Hand in Hand für ökologische Kinder- und Jugendrechte eintreten.
Was können wir den Orts-, Kinder- und Jugendgruppen anbieten?
1. Fachbeiträge für Info/Themenveranstaltungen
Sehr gerne stehen wir für Fachbeiträge bei euren Veranstaltungen bereit. Wir liefern Fakten zum
ökologischen Kinderrecht und zeigen anhand von konkreten Beispielen aus unseren Projekten die
Dringlichkeit des Themas auf.
2. (Bildungs)materialien zum Globalen Lernen
Mamadou Mbodji ist Vizepräsident der NaturFreunde Internationale und Präsident der afrikanischen NaturFreunde. Als engagierter Umweltaktivist setzt er sich seit vielen Jahren für Klimagerechtigkeit und den Schutz natürlicher Lebensräume ein.
Seit 2022 kommt Mamadou einmal jährlich im Herbst auf Einladung des Fachbereichs GLOBAL der NaturFreunde Baden-Württemberg e.V. zu einer Vortragsreise nach Süddeutschland, um über die wichtigen globalen Themen unserer Zeit aus erster Hand zu berichten. Solche direkten Begegnungen mit Schüler:innen. Studierenden,
Engagierten in Organisationen und Vereinen sind wesentlich, um Brücken zu bauen und das Verständnis füreinander zu fördern. Themenschwerpunte waren:
Weitere Informationen sind hier zu finden.
„Ökologische Kinderrechte – Zukunft sichern, Generationen verbinden“
Wie eng Kinderrechte, Umwelt- und Klimaschutz miteinander verbunden sind, stand im Mittelpunkt der Fachbereichskonferenz GLOBAL, die am 2. Oktober 2025 im Naturfreundehaus in Berghausen stattfand. Unter dem Titel „Ökologische Kinderrechte – Zukunft sichern, Generationen verbinden“ diskutierten die Teilnehmenden über die Verantwortung gegenüber der jungen Generation und die Notwendigkeit, das Recht auf eine gesunde Umwelt als Kinderrecht zu verankern.
Ein Höhepunkt des Abends war der Beitrag von Mamadou Mbodji, Vizepräsident der NaturFreunde Internationale und Präsident des Netzwerkes der afrikanischen NaturFreunde. In seinem eindrücklichen Vortrag beleuchtete er die Situation ökologischer Kinderrechte aus einer südlichen Perspektive. Er zeigte auf, wie stark die Klimakrise die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in Afrika beeinträchtigt – von Dürren und Ernteausfällen bis hin zu gesundheitlichen Risiken – und machte deutlich, dass Klimagerechtigkeit immer auch eine Frage der Kinderrechte ist.
Ein weiterer besonderer Programmpunkt war das Generationen-Panel mit Emilia Bauer von der Naturfreundejugend Baden und Uschi Böss-Walter, ehemaliges Mitglied des Landesvorstandes Baden und langjährige Fachbereichsleiterin GLOBAL. In einem lebendigen Dialog blickten die beiden auf das Engagement verschiedener Generationen für Klimagerechtigkeit: Was hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert, welche Herausforderungen bleiben, und warum setzen sich Menschen jeden Alters weiterhin für eine gerechte und nachhaltige Welt ein? Das Gespräch machte deutlich, dass Erfahrung und jugendliche Energie sich nicht ausschließen, sondern gegenseitig beflügeln.
Im Anschluss präsentierte Herbert Knienieder, Fachbereichsleiter GLOBAL im Landesvorstand Württemberg, den neuen „Aufruf Ökologische Kinderrechte“ an alle NaturFreundinnen und NaturFreunde sowie an die Gremien der NaturFreunde Baden-Württemberg. Mit dem Aufruf verbunden ist die Einladung an alle Mitglieder, sich aktiv mit ökologischen Kinderrechten auseinanderzusetzen, die Inhalte des Aufrufs in den Ortsgruppen zu thematisieren und Verantwortung für die junge Generation zu übernehmen. „Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Zukunft – und wir tragen als Bewegung eine gemeinsame Verantwortung, dieses Recht zu schützen“, so Knienieder.
Zum Abschluss wurde Uschi Böss-Walter offiziell verabschiedet. Sie hat den Fachbereich GLOBAL über viele Jahre aufgebaut und geprägt und sich mit Herzblut für internationale Solidarität, Frauenrechte und ökologische Gerechtigkeit eingesetzt. Für ihre Arbeit und ihr Engagement erhielt sie herzliche Worte des Dankes – auch aus dem Senegal: Peinda Faye, Koordinatorin des Umwelt- und Ausbildungszentrums in Bekhar/Saint-Louis und enge Weggefährtin von Uschi Böss-Walter, sandte eine emotionale Video-Botschaft, in der sie die langjährige Freundschaft und das vertrauensvolle Miteinander zwischen ihr und Uschi würdigte.
Die Fachbereichskonferenz zeigte eindrucksvoll, dass ökologische Kinderrechte weit mehr sind als ein politisches Thema – sie sind ein Aufruf zum gemeinsamen Handeln über Generationen und Grenzen hinweg.
Dieses Video zeigt, mit welchem Enthusiasmus junge Menschen in Saint Louis für ihre Umwelt aktiv werden und welch umfangreiche Organisation von den NaturFreunden und dem Ausbildungszentrum dafür geleistet wurde.
In einer beeindruckenden Gemeinschaftsaktion haben die senegalesische Vereinigung der NaturFreunde und das berufliche und ökologische Ausbildungszentrum Alioune Diagne Mbor in Bekhar (CFPE) ein Mangrovenregenerationsprogramm in Guembeul (Delta des Senegalflusses) durchgeführt. Möglich wurde es u.a. dank der Finanzierung durch die NaturFreunde Rastatt und dem Klimabündnis Rastatt.
Zunächst fand am 3. Juli ein Ausbildungsworkshop statt, an dem 35 CFPE-Schüler aus Bekhar und die Ausbilder Mame Anna Ba und Mamadou Mbaye teilnahmen, die das Thema der Klimakrise und ihrer Auswirkungen bzw. die Bedeutung der Ökosysteme und der Mangroven für den Klimaschutz behandelten.Die Tage des 4. und 5. Juli waren der Forschung und dem Sammeln von Rhizophora-Pflanzen gewidmet.
Die Aufforstung fand am Sonntag, dem 7. Juli, unter Beteiligung von 83 Mädchen und Jungen statt, die hauptsächlich aus den Dörfern Guembeul, CFPE, Sor Diagne, Khor, Bopp Thior und Bango stammten.
Trotz des strömenden Regens pflanzten die jungen Leute mit großem Enthusiasmus fast 12.000 Stecklinge.
Vielen Dank an Penda Faye, den Finanzverantwortlichen, Mamadou Mbaye, den technischen Verantwortlichen, Malick Ba, den Koordinator, und Mame Anna Ba, die als Vermittlerin fungierte, für ihre hervorragende Arbeit.
Mamadou Mbodji bedankt sich in einer E-Mail: "Unser unendlicher Dank gilt unseren Partnern in Rastatt für ihr großes und dauerhaftes Engagement an unserer Seite zum Schutz unserer Ökosysteme und des Klimas."
Ein ausführlicher Bericht kann hier nachgelesen werden.
Im Mai fand eine Arbeitsbesuch in Saint-Louis statt. Zusammen mit dem Klimaschutzmanager der Stadt Rastatt machte sich Uschi Böss-Walter ein Bild von der Entwicklung vor Ort. Der Einsatz erneuerbarer Energien in Form von Solaranlagen, die Innenstadtbegrünung von Saint-Louis, die Mangroven-Aufforstung und die Entwicklung des Aubbildungs- und Umweltzentrums für Frauen - alle Projekte haben vorhandene Herausforderungen gut gemeistert und sich positiv entwickelt! Einen ausführlichen Bericht vom Stand der Dinge könnt Ihr hier lesen.
Endlich wieder in Präsens! Aktive des Fachbereichs GLOBAL trafen sich am 30.09.2023 auf der BUGA in Mannheim
Der Fachbereich GLOBAL, der sich mit Partnerschaften über den örtlichen Tellerrand hinaus beschäftigt, der Netzwerke zur Globalen und Klimagerechtigkeit aufbauen will, traf sich auf der BUGA zum Thema „Gärten der Zukunft“. Wie kann sich die Weltbevölkerung mit bald 8 Mrd. Menschen ernähren?
Wie können Gärten und Anbauflächen unter Nachhaltigkeitsaspekten geplant und angelegt werden? Wie können wir weltweit voneinander lernen? …das waren nur einige unserer Fragen, die uns sicher über den Fachtag hinaus beschäftigen werden.
Wir waren begeistert von der Führung durch den sog. Weltacker des Dachverbandes Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB). Als interaktiver Bildungsort macht der Weltacker Themen globaler Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit (be-)greifbar. Im Fokus stehen Landwirtschaft, Nahrung, globale Ernährungsgerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Der Weltacker in Mannheim orientiert sich am Konzept der Zukunftsstiftung Landwirtschaft aus Berlin (https://www.2000m2.eu/de/): Würden wir die weltweite Ackerfläche gerecht durch die Zahl der Menschen auf der Erde teilen, so erhält jeder Mensch 2000 m². Darauf muss wachsen, was uns ernährt und versorgt: Weizen für Brot, Karotten, dazu Mais und Soja als Futterpflanzen für Tiere, aber auch Zuckerrüben für den Zucker im Tee oder Kaffee, Baumwolle für T-Shirts, Sonnenblumen für Speiseöl sowie Raps für Biodiesel. Auf unseren 2000 m² auf der Bundesgartenschau in Mannheim baute das DEAB-Team maßstabsgetreu das an, was weltweit auf den Ackerflächen steht.
Dann wurden wir durch den „Drei-Zonen-Garten“ der NaturFreunde Mannheim geführt, eine rund 600qm große Fläche die zeigt, wie die einheimische Artenvielfalt gestärkt werden kann und wie eine klimaresistentere Bodennutzung möglich wird.
Das Highlight für uns war das afrikanisches Hochbeet, das sogenannte „Key Hole Gardening“. Dieses Beet zeigt uns, dass wir durchaus von Afrika lernen können. Es schlägt eine Brücke zum Thema der dringend notwendigen globalen Neuausrichtung von Ernährung. Unser Mannheimer NaturFreund Konny Siegel arbeitete und lebte in Afrika und berichtete aus eigener Erfahrung, wie dieses Schlüssellochbeet funktioniert.
Ergebnis: Von seinen Ausführungen waren wir begeistert. Wir beschlossen, das Thema Globale Ernährung und nachhaltige Landwirtschaft mit nach Rastatt zu bringen und „Key Hole Gardening“ zu unserem Jahresthema 2024 zu machen. Jedes Naturfreundehaus mit einer kleinen Grün- oder Gartenanlage kann dieses Konzept verwirklichen. Es handelt sich im Grunde um ein Kompost-Hochbeet, das knappe Ressourcen wie Wasser und Nährstoffe optimal nutzt und Kosten spart. Mit Hilfe eines Gärtners wollen wir dieses Konzept umsetzen.
Wer dabei gerne mitmachen möchte, ist herzlich willkommen!
Der NaturFreund Konny Siegel ist bereit, uns in das Thema einzuführen und den Aufbau eines Schlüssellochbeetes zu begleiten.
Termin: 22. und 23. 03.2024. Eine gesonderte Einladung erfolgt noch.
Seit vielen Jahren stoßen NaturFreund:innen in Rastatt immer wieder Aktionen zur Klimagerechtigkeit und zum Klimaschutz an, die Menschen weltweit verbinden. Vor allem die Zusammenarbeit mit den NaturFreunden in Saint-Louis/Senegal (ASAN) spielt dabei eine herausragende Rolle.
„Musizieren fürs Klima“ lautet das Motto einer neuen Veranstaltungsreihe, die am Samstag, 24. Juni, von 10 bis 14 Uhr erstmals in der Rastatter Innenstadt stattfindet
Wir laden Musizierende aller Genres zum Mitmachen ein, die Spaß am Musizieren, Singen und Spielen für unser Klima haben.
Mit einem Straßenmusik-Festival wollen wir die Menschen der Region für den Klimaschutz begeistern und zu Spenden für ein großes Aufforstungsprojekt in unserer Klimapartnerstadt Saint-Louis im Senegal motivieren.
Wir sammeln dabei auch Geld für ein großes Aufforstungsprojekt, die Innenstadtbegrünung in Saint-Louis im Senegal, denn ganz besonders sinnvoll ist es, Bäume auch dort zu pflanzen, wo die Menschen am meisten unter dem Klimawandel leiden und doch am wenigsten dafür können und zu arm sind, sich selbst zu schützen.
Wer mehr erfahren will über unsere Aktivitäten www.naturfreunde-global.deund www.klimabuendnis-rastatt.de.
Mit der Aktion „Musizieren fürs Klima“ wollen Baumpflanzungen ermöglichen, wo die Bäume nicht nur CO2 binden, sondern auch die Lebenssituation der Menschen verbessern.