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Jahresbericht 2017

Weitere Jahresberichte: [2016], [2015], [2014], [2013], [2012], [2011], [2010], [2009], [2008]

 
Kälteeinbruch im April vertrieb Insekten
 
 
Am 22. April 2017 war das nächste Treffen der Umweltdetektive. Nachdem zwei Wochen zuvor noch sommerliches Wetter herrschte und allerlei Insekten unterwegs waren, kam zwischenzeitig ein empfindlicher Kälteeinbruch, welcher viele Obst­blüten erfrieren ließ. Auch die Insekten litten darunter und so waren an diesem Tag kaum welche präsent. Es war nass und kalt. Die Umweltdetektive blieben beim Haus, spielten zunächst Ball und Federball, um sich aufzuwärmen. Ein kurzer Aus­flug führte lediglich zum nahen Murgufer, wo ein Schwan brütete. Anschließend vertrieb man die Zeit mit Brettspielen und Memory drinnen im Haus.
 
 
Auf der Suche nach Insekten und Spinnentieren
 
 
 
Am 8. April war ein sonniger Frühlingstag. "Insekten und Spinnen" war das Thema. Zwar gehören beide zum Stamm der Gliederfüßer, sind aber getrennte Klassen. Die Insekten haben sechs Beine, die Spinnen acht. Bereits auf der Wiese beim Vereinsheim flogen Schmetterlinge: Tagpfauenauge, Kohlweißling und Zitronenfalter. Einzelne Hummeln suchten Blüten auf. Und beim Bienenhotel entdeckte man an diesem Tag Dutzende von ganz kleinen Bienen. Auf dem Weg entlang der Murg waren wie vielerorts die Feuerwanzen aktiv; sie gehören zur Ordnung der Schnabelkerfe. Dann traf man auf seltenere Insekten, zunächst den Wollschweber mit seinem langen Rüssel, wegen seines Aussehens auch Hummelfliege genannt. Später entdeckte man grün und blau metallisch glänzende kleine Käfer. Die genauere Bestimmung blieb trotz mitgeführten Bestimmungsbüchern aus. Diese gelang jedoch später im Brufertwald bei dem wesentlich größeren, schwach gepunkteten Hainlaufkäfer. Auch hier im Wald flogen zahlreiche Hummeln, mitunter recht große Exemplare. Die Spinnen hielten sich bis auf einige kleine flinken Tierchen noch zurück. Die Überraschung kam auf dem Nachhauseweg. Unter der Murgbrücke saß eine frisch geschlüpfte Steinfliege. Diese weisen auf ihren bräunlichen Flügeln ein wunderschönes Muster auf.
 
 
Zay-Apotheke spendet 300 Euro - Umweltdetektive sammeln Müll ein
 
 
 
 
 
 
Wer im vergangenen Jahr 2016 in der Zay-Apotheke einkaufte und dabei auf eine Plastiktüte verzichtete, der bewirkte zweierlei Gutes. Erstens einen Beitrag zum Umweltschutz: Plastik zersetzt sich erst in hunderten von Jahren, wenn überhaupt. Auf den Meeren treiben inzwischen riesige Inseln von Plastikmüll. Die EU hatte deshalb beschlossen, den Gebrauch von Plastiktüten zu reduzieren. Und zweitens flossen für jede eingesparte Plastiktüte 10 Cent in eine Spenden­kasse zugunsten der Umweltdetektive und der Naturerlebnisstation der NaturFreunde. Am 18. März 2017 war nun die Spendenübergabe: Frau Meyer von der Zay-Apotheke hatte hübsch verpackt 300 Euro mitgebracht. Von diesem Geld sollen nun zehn Schwimmwesten für die Kleinsten angeschafft werden, damit diese bei Paddeltouren auch gut gesichert sind.
Die Umweltdetektive nutzten die Gelegenheit, um dieses Ereignis mit einer Müllsammelaktion rings um das Vereinsheim zu verbinden. Von der Stadt hatte man sich Greifzangen ausgeliehen. Und so suchte und sammelte man zunächst vom Vereinsheim aus auf dem Murgdamm bis zum Ende der Kleingartenanlage und dann dem Bittlerweg und der Brufertstraße entlang bis zum Vereins­heim zurück. Zwei hochbeladene Schubkarren voll Müll waren das Ergebnis und ebenso viel Müll belastete nun die Umwelt weniger.
 
 
Baumbestimmung anhand von Knospen
 
 
 
 
Am 4. März galt es für die Umweltdetektive eine schwierige Aufgabe zu lösen. Noch haben die Waldbäume keine Blätter. Aber seit dem vergangenen Herbst tragen sie Blatt- und zum Teil auch Blütenknsopen. Kann man vielleicht daran die Baumarten erkennen? Allerdings verletzte sich auf dem Weg zum Brufertwald ein Mädchen leicht, so dass die Mädels zunächst umkehrten und die Jungs alleine den Weg fortsetzten. Im Wald zeigte sich, dass die Bestimmung für Unkundige doch sehr schwierig ist. Immerhin wurden die Baumarten Linde, Hainbuche, Rotbuche und Bergahorn ausgemacht. Auch ein Walnussbaum war dabei. Und bei der Haselnuss entdeckte man neben den Blattknospen und männlichen Kätzchen sogar weibliche Blüten mit ihren wunderschönen roten Spitzen. Auf dem Rückweg traf man die Mädels wieder, so dass die Umweltdetektive wieder gemeinsam beim Vereinsheim ankamen. Dort gab es zum Abschluss für jede Umweltdetektivin und jeden Umweltdetektiv ein Memory mit Baumknospen mit auf den Nachhauseweg.
 
 
Überwinterungsstrategien von Tieren
 
 
 
 
 
Am 11. Februar 2017 beschäftigten sich die Umweltdetektive mit den Überwinterungsstrategien von Tieren. Der Januar brachte viele kalte Tage und Nächte mit Minusgraden und Frost. Wie schaffen es die Tiere diese Zeit zu überstehen? Dabei gibt es wechselwarme und gleichwarme Tiere. Nun, die Strategien sind recht unterschiedlich: Winterruhe, Winter­schlaf und Kältestarre. Allen gemeinsam ist, dass die Stoffwechselprozesse heruntergefahren werden. Unterschiede gibt es dann wieder bei vielen Tieren, z.B. den Schmetterlingen, je nachdem ob sie als Ei, Raupe, Puppe oder Falter überwintern oder gar sich in den Süden auf und davon machen (Wanderfalter), genauso wie es die Zugvögel tun. Dann ging es raus. Vom Murgdamm aus konnten im Wasser bereits einige Standvögel und einige Wintergäste beobachtet werden. Im Brufertwald schlüpften die Umweltdetektive dann in die Rolle von Eichhörnchen. Ein Areal wurde abgesteckt und jedes Eichhörnchen erhielt eine bestimmte Anzahl an Walnüssen, z.B. 8 Nüsse. Diese galt es, gut zu verstecken, so dass die anderen Eichhörnchen sie nicht finden, man selbst aber noch weiß, wo sie versteckt sind. Nun kam der erste kalte Wintermonat und die Eichhörnchen mussten drei ihrer versteckten Nüsse finden. Im zweiten noch kälteren Monat galt es, mindestens vier Nüsse wiederzufinden. Nun, vier Nüsse blieben im Wald zurück. Es blieb noch Zeit für eine zweite Spielrunde, dann war es so weit, um sich auf den Heimweg zu begeben. Natürlich durften die Nüsse zum Abschluss im Vereinsheim dann noch geknackt und verspeist werden.